Ein Café

Der Gang dorthin weckte tausende von Erinnerungen. Der Duft der Kaffeebohnen, die Leute, die mit ihren Sonnenbrillen während der Sommerzeit draußen saßen und dabei manchmal die Zeit vergaßen und dann, im Stress der Arbeit, schnell bezahlten und schon fast sprinteten, die kalten Wintertage am alten Stammplatz mit der Sicht auf die Leute, die am Café vorbei liefen und dann noch die Erinnerung an sie. Sie war eine junge Kellnerin. Vielleicht ein Jahr älter als ich. Anfangs war es nicht außergewöhnliches. Ich ging jeden Sonntag in das Café um meine Gedanken nieder zuschreiben, mit der Vergangenheit abzuschließen. Erst beim vierten Besuch merkte ich, dass es immer die gleiche Kellnerin war, die mir den Kaffee brachte. Ich schenkte ihr immer ein Lächeln und sie lächelte schüchtern zurück. Manchmal merkte ich, wie sie mit ihren Kollegen sprach und dabei ab und zu zu mir rüber spähte. Einmal habe ich ihr meine Nummer hinterlassen. Den Zettel legte ich unter die zwei Euro-Münze, in der Hoffnung, sie würde anrufen. Das tat sie aber nicht. Heute sollte der Tag sein. Ich kam extra spät und mir war bewusst, dass das Café in 5 Minuten schließen würde. Genügend Zeit, um ihr klar zu machen, dass ich etwas mit ihr unternehmen will. Hoffentlich sagt sie ja.

8.12.13 15:41, kommentieren

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Es ist...

Komisch. Das ist das erste Wort, das mir bei einer jetzigen Begegnung mit ihr in den Kopf kommt. Noch vor ein paar Monaten, da war sie in meinem Herz. Aber dann musste ich sie vergessen, weil ich den Eintritt in ihr Herz nicht zahlen konnte. Es würde vielleicht weniger weh tun, wenn ich es nicht probiert hätte. Wenn wir uns nicht geküsst hätten. Aber so... So bleibt der Moment in meinem Kopf und daraus wurden Schmerzen. Aus den Schmerzen wurde ein Konflikt und aus dem Konflikt wurde ein getrennter Weg. Und da läuft sie nun und ich stehe am Anfang des Weges und will ihr nicht hinterher laufen. Aber zwei Monate später stehe ich vor ihrer Tür und klingel. Wir hatten einen schönen Abend. Ohne Liebe, ohne Romantik. Wir sind nur herumgelaufen und haben geredet. Oder es zumindest versucht. Ich frage mich nur, ob es die richtige Entscheidung war...

7.12.13 00:46, kommentieren